Eine Woche lang Unannehmlichkeiten wegen der Sanierung einer abgesackten Straßenfundamentierung? Die Provinz Nordholland wollte davon nichts wissen. Ein Test auf Basis einer Schnellinjektionsmethode erwies sich als erfolgreich für die Sanierung einer Busspur in Hoofddorp. Die abgesenkten Aufprallplatten wurden dank der Injektion von Expansionsharz innerhalb von anderthalb Stunden angehoben.
Die Busspur in Hoofddorp führt über eine Überführung. Unter der Spur befinden sich Aufprallplatten aus Beton, die den Unterschied in der Setzung zwischen der Überführung und dem Rest der Busspur ausgleichen und für einen sanften Übergang sorgen. Bei weichen Untergründen, wie sie in den Niederlanden häufig vorkommen, sacken die Aufprallplatten oft ab. Dadurch entstehen Schwellen im Asphalt. Auch in Hoofddorp war der Asphalt der Busspur durch das Absinken der Aufprallplatten beschädigt worden.
Keine Beeinträchtigungen und kostengünstige Lösung
Die Behebung von Absackungen mit herkömmlichen Methoden dauert mindestens fünf Tage und verursacht gewisse Beeinträchtigungen für die Umgebung und die Verkehrsteilnehmer. Das Injizieren von Expansionsharz unter die Aufprallplatte geht viel schneller, da dieses Material schnell aushärtet. Diese Methode vermeidet somit jegliche Beeinträchtigungen und ist kostengünstig.
Erfolgreicher Versuch
Aufgrund der erfolgreichen Anwendungen mit Expansionsharz, unter anderem bei Bahnübergängen, hat die Provinz Nordholland beschlossen, die Injektionsmethode zur Behebung der Busbahn in Hoofddorp zu testen. Die Schlagplatten konnten so innerhalb von anderthalb Stunden wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht werden. Innerhalb von 24 Stunden war auch der Asphalt wieder ausgerichtet und die Busse konnten die Spur wieder befahren. Aufgrund des Erfolgs an dieser Stelle möchte die Provinz diese Methode auch bei anderen Projekten anwenden.
